Der Name der Ortschaft Klein-Engersdorf leitet sich von einem Personennamen ab. Es dürfte sich um den Namen ENGILBRECHT handeln. Der Name des Ortes wird ca. 1108/09 zum ersten Mal erwähnt, und zwar schenkte Ekkebert I. als Gründer des Stiftes Formbach diesem unter anderem die Kirche St. Veit apud Engilbrethestorf bzw. Engilprechtsestorf.
Erst 1580 wird der Zusatz Klein- gebraucht, und zwar 1580 und 1629 Klain Enngersdorf, 1633 Klein Engersdorf. 1663 in einem Brief Pfarrer Tillmanns an den Abt der Schotten wird der Ort Klein-Engelprechtsdorf genannt.
Mit dem 1. Jänner 1970 trat die Eingemeindung von Klein-Engersdorf nach Bisamberg in Kraft. Damit endet die eigenständige jahrhundertealte Geschichte des Ortes Klein-Engersdorf. Bürgermeister Leopold S t a u d i g l übergab die Amtsgeschäfte dem Bürgermeister Komm.-Rat Gustl S c h m i d t der neuen Großgemeinde Bisamberg.
Nicht viel ist über Dorfrichter und Bürgermeister in Klein-Engersdorf bekannt. 1334 wird der Dorfrichter Christian der Chlüssler erwähnt, um 1848 Sebastian Wernhart. In den Jahren 1938-1954 war Heinrich Zeissl Ortsvorsteher von Klein-Engersdorf. Von 1954 an war Leopold Staudigl Bürgermeister des Ortes. 1970, nach der Eingemeindung von Klein-Engersdorf, war Josef Fein Ortsvorsteher, 1975 wurde Johann Lackner und 1992 wurde Willibald Latzel zum Ortsvorsteher in Klein-Engersdorf gewählt.
Literaturhinweis:
Rudolf MAIER, "Marktgemeinde Bisamberg"
Herausgeber: Marktgemeinde Bisamberg, 1982