Kreuzweg

EineStation des Kreuzweges


Zum Dank für die Befreiung von den Türken 1696 ließ Gräfin Strattmann einen Kreuzweg mit Ölberg und Grabkapelle errichten.
Der Bisamberger Kreuzweg weicht von den üblichen 14 Stationen des Leidenswegs Christi ab. Er beginnt z.B. nicht mit der Verurteilung Christi und endet nicht mit der Grablegung, sondern am Anfang steht der Abschied von der Mutter und die Ölbergszene; er schließt ab mit der Kreuzigung Christi.
Die Verschiedenheit der 23 lebensgroßen Sandsteinfiguren legt nahe, daß vermutlich mehrere Künstler am Werk waren. Ursprünglich waren die Kreuzwegfiguren bemalt.
Die Anlage ist der "Heiligen Stiege" in Rom nachempfunden. Sie bildet den Aufgang zur Kirche, flankiert von ehemals blumengeschmückten Mauern.
Die Grabkapelle steht links von der Kreuzigungsgruppe vor der Kirche und gehört nicht mehr unmittelbar zum Kreuzweg, sie ist aber der ideelle Anschluß. Heute noch wird in der Karwoche das in ihr aufgestellte Heilige Grab in die Liturgie der Karwoche einbezogen.
Literaturhinweis: Rudolf MAIER, "Marktgemeinde Bisamberg"
Herausgeber: Marktgemeinde Bisamberg, 1982