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Bisamberg – Chronik

Bisamberg

Die Chronik der letzten 900 Jahre.

1108: Erster Nachweis des Namens Bisamberg

Im Klosterneuburger Traditionskodex scheint als Zeuge eine Niederschrift auf, die mit 1108 zu datieren ist.
(Prun de Pusinberge)

bis 1930

1241 Mongolen waren bis in die Gegend von Bisamberg vorgedrungen.

1276 Ein Heer lagerte unter König Ottokar von Böhmen auf dem Ganserfelde vor Bisamberg und Korneuburg.

1374 widmete Gebhart der Floyt, Grundherr in Bisamberg und Umgebung, der Gemeinde das „Kuhholz“.

1428 wurde Bisamberg von den Hussiten eingeäschert.

1443 brachte ein großes Erdbeben am 5. Juni einen Teil des Bisamberges zum Einsturz.

1474 und 1484 kam es zu Einfällen der Ungarn unter König Matthias Corvinus.

1568 wurde Johann Baptist WEBER, Hofvizekanzler Maximilians II, Besitzer von Bisamberg. Baubeginn des Schlosses, Fertigstellung 1586.

1640 gelangte die Herrschaft Bisamberg durch Einheirat in den Besitz der 1653 in den Grafenstand erhobenen Familie Abensperg und Traun.

1645 drangsalierten die Schweden das Gebiet auf das Schwerste.

1661 verwüstete ein großer Brand das Schloß.

1663 wütete in Bisamberg ein heftiger Brand. Pfarrer Tillman aus Klein-Engersdorf arbeitete auf dem Kirchturm um diesen zu retten. Er bewahrte das Schloss und die angrenzenden Häuser vor dem Brand und rettete sieben Menschenleben.

1681 errichtete die Gemeinde die „Weintorkapelle“ als Dankeszeichen für das Erlöschen der Pest (heute steht dort ein Bildstock).

1683 wurde am Fuße des Bisamberges ein Türkenheer unter dem Pascha Warasdin durch Herzog Karl von Lothringen am 25. August geschlagen. Die Grundlage für den „Sieg von Wien“ wurde hier geschaffen.

1690 gründete Margareta Gräfin Bouquoy- Strattmann das sogenannte Spital mit einer Kapelle zur Versorgung von armen herrschaftlichen Untertanen. 1696 stiftete die Gräfin Strattmann den Kreuzweg mit Ölberg und Grabkapelle.

1713 wurde die Dreifaltigkeitssäule errichtet.

1734 wurde die Johannesstatue in der Hauptstraße vom Haushofmeister Franz X. Anton von Rappau und seiner Gemahlin gestiftet.

1737 wurde die ehemals romanische Wehrkirche von Bisamberg barockisiert. Nach langwierigen Verhandlungen und Rechtsstreitigkeiten entstand die neue Westfassade mit dem jetzigen Turm.

1749 wurde der Bisamberg von einem Erdbeben betroffen, die Kirche von Langenzersdorf erlitt größere Schäden.

1774 wurde das alte Schulhaus gebaut. Der damalige Schloßbesitzer Johann Adam Graf Traun trug zur Hälfte die Baukosten mit der Gemeinde und stellte auch den Bauplatz zur Verfügung.

1784 schied die Pfarre Bisamberg aus dem Bistum Passau und wurde der Erzdiözese Wien einverleibt. 1805 und besonders 1809 wurde Bisamberg durch die Franzosen schwer bedrückt, Einquartierungen, Vorspanndienste und Plünderungen standen an der Tagesordnung.

1820 wurde unter dem Grafen Adam Traun mit dem Umbau des Schloßes begonnen. Der Graben wurde zugeschüttet und mit Obstbäumen bepflanzt, der Schloßpark, früher nach altfranzösischem Geschmack angelegt, in einen englischen Naturgarten umgestaltet.

1824 widmete die Herrschaftsköchin Cordula Baumgartner ihre gesamten Ersparnisse zur Wiederherstellung der in der Franzosenzeit schwer beschädigten Kreuzwegfiguren.

1836 wütete von Juli bis September die Cholera in Bisamberg und forderte 30 Todesopfer. Ein eigener Cholera Friedhof wurde damals unweit der „Krautbrücke“ angelegt.

1841 wurde am 25. Februar an einem Hagenbrunner Brandleger auf dem Galgenberg die letzte Hinrichtung durch den Strang vollzogen.

1859 sah man hier zweimal ein Nordlicht.

1862 ist durch die großen Überschwemmungen bekannt. Am 2. Februar trat die Donau aus ihren Ufern und überflutete die Gegend bis Leobendorf und zum Donaugraben bei Bisamberg und Stetten.

1866 rückten im Juli die Preußen gegen Wien vor. Der im Orte wohnhafte Husarenrittmeister i.R. Josef Dabsch, nachmaliger Bürgermeister von Bisamberg, wehrte durch eine mutige Reiterdemonstration den Versuch des Feindes ab, in Korneuburg einzudringen.

1885 war das Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr. Ihr erster Hauptmann war Josef Witzka sen.

1886 verbreitete sich die Reblaus so stark, daß innerhalb von 10 Jahren das ganze Weinbaugebiet zugrunde gerichtet wurde. Die heutigen Rebstöcke sind größtenteils auf amerikanischen Unterlagsreben veredelt.

1888 wurde die erste Straßenbeleuchtung mittels 13 Lampen durch Ölgaslicht (Ligroin) eingeführt.

1899 fand am 11. Juli die feierliche Enthüllung der Kaiserin Elisabeth-Gedenksäule auf dem Bisamberg statt.

1901 führte man die Straßenbenennung ein.

1904 wurde die Kanalisierung begonnen und die Hauptstraße bis zum Afußgraben gepflastert.

1908 fand am 21. Oktober die Enthüllung eines Gedenksteines anlässlich der Vollendung der Donaugrabenregulierung statt.

1914 – Der erste Weltkrieg war eine schwere Zeit für Bisamberg. 42 Bisamberger kehrten von ihrer Kriegsdienstleistung nicht mehr zurück.

1927 wurde am 1. Februar die elektrische Straßen- und Hausbeleuchtung eingeführt.

1928 wurde am 9. Juli im Schulgebäude der Gemeindekindergarten eröffnet.

bis 2010

1935 wurde unter Pfarrer Martin Büker die stimmungsvoll angelegte „Lourdes-Grotte“ fertiggestellt.

1938 – Der zweite Weltkrieg Bisamberg wurde in das beträchtlich erweitere „Groß-Wien“ eingegliedert. 1939 begann die schicksalhafte Epoche des Zweiten Weltkrieges. In Bisamberg kamen 19 Zivilpersonen ums Leben, 23 Häuser wurden vernichtet. 46 Bisamberger fielen auf den Schlachtfeldern. Ihre Namen sind der Nachwelt auf dem Kriegerdenkmal überliefert. Die feindliche Besetzung brachte großes Ungemach für die Bevölkerung. 1945 wurden auf Grund des „Randgemeindegesetzes“ alle vom Bezirk Korneuburg zu Wien gekommenen Gemeinden – ausgenommen Stammersdorf – wieder nach Niederösterreich rückgegliedert.

1954 wurde Bisamberg eine selbständige Gemeinde und gehört seither wieder zum politischen Bezirk Korneuburg und damit zum Bundesland Niederösterreich.

1955 fanden die ersten freien Gemeinderatswahlen in der wieder selbständigen Gemeinde Bisamberg statt.

1970 wurden Bisamberg und Klein-Engersdorf zu einer Gemeinde vereinigt.

1981 wurde Bisamberg zur Marktgemeinde erhoben.

1982 überreichte LH Siegfried Ludwig den „Wappenbrief“ an Bgm. Gustl Schmidt.

1990 Eröffnung der Schloss-Veranstaltungshalle im ehemaligen Schüttkasten.

1992 Eröffnung der Wohnhausanlage Hauptstraße 33 in Bisamberg.

1998 Übersiedlung des Gemeindeamtes in die Hauptstraße 2.

1998 Eröffnung des Feuerwehrhauses in Bisamberg nach Um- und Zubau.

1999 Eröffnung des neuen Gemeindeamtes in Klein-Engersdorf mit Unterbringung der Musikschule. Eröffnung einer Kleinkindergruppe. Eröffnung eines Schülertreffs (Schülertagesheim).

2000 Eröffnung des Feuerwehrhauses Klein- Engersdorf nach Um- und Zubau mit Veranstaltungssaal.

2001 Eröffnung des Gesundheitszentrums Bisamberg und Gründung des Musikschulverbandes Bisamberg-Leobendorf. Neubau und Eröffnung des Kindergartens II in Klein-Engersdorf.

2003 Restaurierung des Kreuzweges.

2004 „50 Jahre selbstständige Gemeinde Bisamberg“, Neugestaltung des Kirchenvorplatzes

2005 Eröffnung Um- und Zubau Volksschule.

2006 Start Anrufsammeltaxi „Bihaxi“.

Anschaffung Fahrzeug RLF 2000 für FF Bisamberg.

2007 Beitritt zur LEADER-Region. Eröffnung Radweg Kreisverkehr nach Flandorf. Eröffnung „Naschmeile“ am Wehrgraben.

2008 900 Jahre Bisamberg. Eröffnung des Altstoff-Zentrums-Bauhof (AZB) – Im Setzfeld. Baubeginn des 7-gruppigen Kindergartens in der Schulgasse.

2009 Eröffnung Skaterplatz, Eröffung Dorfplatz Klein- Engersdorf, Eröffnung Musik-Kreativ-Meile.

ab 2010

2010 Eröffnung Jugendheim Bisamberg, Ankauf TLFA 2000 FF Klein-Engersdorf, 110 Jahre FF Klein-Engersdorf, Eröffnung siebengruppiger Kindergarten.

2011 Bisamberg wird erste „e5-Gemeinde“im Weinviertel, „100 Jahre Volksschule Bisamberg“, Start Postpartner in Bisamberg und Klein Engersdorf.

2012 Restaurierung des Schubertdenkmals im Apfelpark, Neueröffnung des Florian Berndl Bades.

2013 Bürgersolarkraftwerk beim Kindergarten und AZB

2014 Eröffnung „Generationenhaus“, Bisamberg wird „Natur im Garten Gemeinde“

2015 Einführung des überregionalen Anrufsammeltaxis „IST-Mobil“ – das „Bihaxi“ wird eingestellt, 650 Jahre Universität Wien wird mit Wein der Jungwinzer aus Bisamberg und Klein- Engersdorf begangen. Die FF Bisamberg feiert ihr 130-jähriges Jubiläum. Feierlichkeit 45 Jahre Gemeinsame Gemeinde Klein-Engersdorf / Bisamberg.

2016 Bisamberg tritt der Kleinregion „10 vor Wien“ bei. Bisamberg ist Bezirkssieger bei der „Photovoltaik Liga“. Die Auszeichnung „Goldener Igel“ wird verliehen. Das 1. Bisamberger Dorffest findet statt.

2017 Bisamberg erhält den „Europa Energy Award“ in silber. Die neu eingeführte „Bisamberg-Card“ ermöglicht den Zutritt zum Altstoffzentrum Bisamberg.

2018 50 Jahre 1.FC Bisamberg. Eröffnung E- Tankstelle beim Florian Berndl Bad. „Salettl“ am Dorfplatz in Klein-Engersdorf ein Projekt des Dorferneuerungsvereins Kl-E. CHRONIK KLE Bisamberg erhält den 3. „Goldenen Igel“ für ökologische Grünraumpflege. Jahrhunderthochwasser in Bisamberg

2019 Schlüsselübergabe beim Projekt „Junges Wohnen Bisamberg1“

2021 Errichtung des Sonnenkraftwerks

2020 50 Jahre gemeinsame Gemeinde Gemeinde Klein Engersdorf /Bisamberg! Start des Leader-Projektes „Bisamberger Spurensuche“ – einer interaktiven Entdenkungsreise durch die beiden Ortschaften!

2022 Neugestaltung des entsiegelten Parkplatz Gamshöhe

2023 Eröffnung der Hangwasserschutzanlagen zur Verhinderung weiterer Hochwasserereignisse Rad- und Gehwegoffensive Sanierung von Schindelbrücke und „Schwarzer Brücke“