In Niederösterreich spielt sich ein stiller Krimi ab. Unbemerkt und mitten in unseren Küchen. Wertvolle Lebensmittel, die eigentlich noch genießbar wären, verschwinden spurlos in der Restmülltonne. Und die Spuren führen direkt zu unserem eigenen Umgang mit Lebensmitteln.
Die aktuelle Restmüllanalyse des Landes Niederösterreich macht das Ausmaß deutlich:
Lebensmittel die pro Jahr im Restmüll entsorgt werden
* Eierschalen, Apfelgehäuse oder Fischgräten gehören zu den unvermeidbaren biogenen Abfällen. Doch eines steht fest:
Weder vermeidbare noch unvermeidbare biogene Abfälle haben im Restmüll etwas verloren.
Das Verbrechen tut weh – der Umwelt und unserer Geldbörse
Ein durchschnittlicher Haushalt in Niederösterreich wirft Lebensmittel im Wert von rund 500 Euro pro Jahr in die Restmülltonne. Geld, das wortwörtlich in der Tonne landet, obwohl die Lebensmittel oft noch problemlos essbar wären.
Mindesthaltbarkeit richtig verstehen
Viele Lebensmittel landen unnötig im Müll, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) häufig missverstanden wird. Tatsächlich ist das MHD kein Wegwerfdatum, sondern gibt an, dass ein Produkt mindestens bis zu diesem Zeitpunkt seine typischen Eigenschaften behält.
In der Praxis sind viele Lebensmittel jedoch weit darüber hinaus genießbar. Dabei verlässt man sich am Besten auf die eigenen Sinne: Aussehen, Geruch und Geschmack liefern verlässlichere Hinweise als das aufgedruckte Datum.
Ein bewusster Umgang mit dem MHD trägt dazu bei, Lebensmittel wertzuschätzen und unnötige Abfälle zu vermeiden.
Reste verwerten statt entsorgen
Viele Reste lassen sich im Handumdrehen in köstliche Gerichte verwandeln. Ob übriger Reis, trockenes Brot oder einzelne Gemüsestücke: Mit ein wenig Kreativität entstehen daraus Suppen, Aufläufe, Bowls oder Snacks. Resteverwertung spart nicht nur Geld, sondern macht auch Spaß und reduziert die Abfallmenge erheblich.
Weitere Informationen zur Restmüllanalyse 2025
Quelle: www.umweltverbaende.at
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